L(i)eben heißt Wachsen

„Wir müssen reden, Schatz!“

Heute möchte ich ein paar Gedanken mit dir teilen, die dir das Ansprechen von wichtigen Themen in deiner Beziehung etwas leichter machen können. Und ich möchte dich ermutigen, selbst, wenn es bisher schwierig war, es immer wieder zu versuchen. Vielleicht einmal anders…

Stell dir vor, du kommst nach einer langen Wanderung etwas durstig einen Waldweg entlang und an einer Lichtung stehen zwei kleine Holzhäuser. Bei beiden ist das Fenster geöffnet und jemand schaut hinaus. Du kommst langsam näher und dort, wo sich der Weg gabelt, entscheidest du dich zunächst für das linke Haus. Die Person fuchtelt schon mit den Armen und ruft dir laut und angespannt zu: „Gut, dass du endlich kommst! Wir müssen dringend reden!“

Irritiert machst du ein paar Schritte zurück und gehst auf das andere Häuschen zu.

Hier winkt dir die Person freundlich zu und sagt: „Schön, dass du da bist! Komm herein und ruh dich eine Weile aus. Später würde ich mich gern mit dir über ein wichtiges Thema unterhalten.“

Weil dein Durst groß ist, musst du in eins der Häuschen gehen… wo würdest du lieber Rast machen?

Wenn wir mit unserem Liebsten über etwas reden wollen, was uns sehr wichtig ist, kann der erste Satz darüber entscheiden, wie das Gespräch verläuft. Und da kommen die Häuschen und ihre Bewohner ins Spiel: bei welchem kehrst du gern ein? Welcher Einstieg öffnet bei dir innerlich die Tür? Wo gehst du eher einen Schritt zurück?

Wenn du den Gedanken kennst: „Mit dir kann man sowieso nicht reden“, könntest du einmal sehr bewusst schauen, wie du in der Vergangenheit Gespräche angefangen hast. Und dann kann es dir sicher zukünftig etwas leichter und entspannter gelingen, dein Gegenüber abzuholen, einzuladen und eine gute Gesprächsatmosphäre zu schaffen.

Wie ist es bei euch? Kennst du das? Wie fangen gute, konstruktive Gespräche bei euch an? Teile deine Antworten gern in den Kommentaren mit mir!